Auf einen Blick
Inhalt
Ausgangslage
Gute Angebote, die Google kaum fand
Travelking ist ein tschechisches Portal für ausgewählte Kurzurlaube und Unterkünfte: Wellness, Hütten und Chalets, Wandertrips, romantische Wochenenden. Die Plattform ist in vier europäischen Märkten aktiv und richtet sich an Paare, Familien und Freundesgruppen.

Die Seitenstruktur war gewachsen, aber nicht skalierbar. Wichtige Kategorieseiten lagen drei oder mehr Klicks tief, Breadcrumbs fehlten oder waren uneinheitlich, viele Seiten waren kaum untereinander verlinkt. Meta-Titel und Descriptions fehlten teilweise. Nur ein kleiner Teil der Kategorieseiten rankte gut, und neue Themen hätten auf einer wackligen Struktur aufgesetzt.
Vorgehen
Struktur vor Skalierung
Grundlage war eine Roadmap in drei Phasen: erst die Struktur, dann die Inhalte, dann laufende Verbesserung. Innerhalb jeder Phase kam zuerst, was mit wenig Aufwand viel bewirkt.
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Navigation, Breadcrumbs und interne Links
Viele wichtige Kategorieseiten lagen drei oder mehr Klicks tief und waren kaum verlinkt. Drei Bausteine sollten das ändern: Die Header-Navigation verlinkt die wichtigsten Kategorien und Seiten mit hohem Suchvolumen von jeder Seite aus. Breadcrumbs zeigen, wohin eine Seite gehört. Links im Text verbinden verwandte Kategorien. Ziel war, jede wichtige Kategorieseite in zwei bis drei Klicks zu erreichen.
Beispiel aus dem Projekt
Zwei Pfade nach den Regeln aus den Navigationsrichtlinien, Bezeichnungen übersetzt. Quelle: eigene Darstellung. Für die Breadcrumbs gab es feste Regeln, nach denen das Team jede Kategorieseite einordnen konnte:
- Zwei Arten von Pfaden: nach Ort und nach Thema.
- Höchstens drei bis vier Ebenen, nie mehr als fünf.
- Orte hängen an ihrer Verwaltungsregion, nicht an einem Urlaubsthema.
- Gehört ein Ort zu mehreren Regionen, etwa ein Fluss, kommt er unter die wichtigste.
Damit das für alle Orte trägt, wurden 355 Orte ihrer Region zugeordnet: 94 Städte, 76 Teilregionen, 51 Seen, 40 Flüsse, 33 Gebirge, 28 Wälder, 19 Ferienregionen und 14 Regionen.
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Technischer Feinschliff
Parallel wurden die Funde aus dem Audit abgearbeitet, sortiert nach Priorität. Die meisten waren klein, zusammen bremsten sie aber Crawling und Klickrate.
Beispiel aus dem Projekt
Interne Links auf nicht mehr vorhandene Seiten nach Herkunft, Crawl von travelking.cz im Juli 2025. Quelle: eigene Darstellung. Befund Empfehlung Priorität Überschriften-Tags nur zur Gestaltung Überschriften nur für die Gliederung, Gestaltung über CSS hoch versteckte Links auf 404-Seiten im Suchfilter aus dem Quelltext entfernen, Google crawlt sie trotzdem hoch H1 nennt nur den Namen der Region Suchabsicht in die H1, etwa Thema und Ort hoch fehlende Meta-Descriptions bei Hütten und Chalets ergänzen, sonst wählt Google den Text selbst mittel Jahreszahlen fest im Text Platzhalter, der sich selbst aktualisiert mittel Reaktion auf Klicks (INP) über 200 ms Interaktionen beschleunigen, INP zählt zu den Core Web Vitals mittel gleicher Ankertext für verschiedene Ziele eindeutige Ankertexte je Ziel niedrig Auszug aus dem SEO-Audit, 7 von 16 Funden. Quelle: eigene Darstellung. Ein Crawl im Juli 2025 fand 4.658 interne Links auf 1.340 Seiten, die es nicht mehr gab. Fast alle standen im Inhalt, vor allem in Hotel-Listen, die noch auf nicht mehr buchbare Hotels verwiesen. Wie mit solchen Seiten umzugehen ist, klärte der Content-Audit.
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Content-Audit: welche Seiten bleiben
Rund die Hälfte der Website bestand aus abgelaufenen Angeboten und Hotels, die nicht mehr buchbar waren. Ein Content-Audit ordnete alle 20.365 URLs nach festen Regeln ein, auf Basis von drei Monaten Daten aus Search Console und Analytics und einem Crawl. Seiten mit vielen Impressionen und schwacher Klickrate kamen auf die Liste zum Optimieren, Seiten ohne Nachfrage auf die Liste zum Entfernen.
Beispiel aus dem Projekt
Einordnung der 20.365 URLs von travelking.cz im Content-Audit, Juni 2025. Quelle: eigene Darstellung. Entfernt wurde nichts automatisch. Jede Seite auf der Liste zum Entfernen ging vorher durch eine Prüfung von Hand: Lohnt sie sich noch, gehört sie zu einer stärkeren Seite, oder kann sie weg?
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Neue Kategorieseiten für Themenlücken
Erst als die Struktur stand, kamen neue Seiten dazu. Die Keyword-Recherche verband Urlaubsthemen mit typischen Suchbegriffen und den 355 Orten und verglich das Ergebnis mit den drei stärksten Wettbewerbern. Für Lücken wie romantische Auszeiten entstanden neue Kategorieseiten nach Briefing, verlinkt aus Hauptkategorien, verwandten Kategorien und Destinationen.
Beispiel aus dem Projekt
Aus Thema, Suchbegriff und Ort entsteht eine Suchanfrage, hier „romantický víkend Lipno“. Quelle: eigene Darstellung. So kamen über 8.000 Keywords zusammen. Jedes bekam eine Entscheidung: bestehende Seite optimieren, neue Kategorieseite, Hotelangebot oder nicht relevant. Von 6.981 eingeordneten Keywords sprachen 1.076 für eine neue Kategorieseite und 1.573 für die Optimierung einer bestehenden.
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Laufende Optimierung
In der dritten Phase lief die Optimierung im Monatsrhythmus. Rankings, Impressionen und Klicks wurden laufend ausgewertet, ein Monatsbericht hielt fest, welche Seiten als Nächstes drankommen. Meta-Titel und Descriptions wurden getestet, Seiten mit Potenzial bekamen neue Abschnitte, FAQs oder interne Links.
Beispiel aus dem Projekt
Der monatliche Kreislauf in der dritten Phase. Quelle: eigene Darstellung. Aus der Praxis
Zuerst kamen die 2.563 Seiten dran, die der Content-Audit zum Optimieren markiert hatte: viele Impressionen, aber wenige Klicks. Dort bringt ein besserer Titel am schnellsten etwas.
Ergebnis
Nach 6 Monaten eine Struktur, auf der weitere Kategorien wachsen können
Vergleich März mit September 2025 · Keywords und Sichtbarkeit: SISTRIX · Impressionen: Google Search Console
Kategorieseiten sind besser auffindbar und thematisch klarer verknüpft, das hilft Nutzern und Crawling. Neue Themen sind mit eigenen Kategorieseiten abgedeckt. Struktur und Optimierungsprozess sind die Grundlage, um weitere Kategorien auszubauen.

Was du daraus mitnehmen kannst
- Erst die Struktur, dann neue Inhalte. Seiten, die tief liegen, findet Google selten.
- Abgelaufene Angebote nicht liegen lassen: Nicht jede alte Seite muss weg, aber jede braucht eine Entscheidung.
- Nach Potenzial priorisieren: wenige starke Kategorien zuerst, nicht alles auf einmal.